Yves Bonnefoy, A la voix de Kathleen Ferrier
Toute douceur toute ironie se rassemblaient
Pour un adieu de cristal et de brume,
Les coups profonds du fer faisaient presque silence,
La lumière du glaive s’était voilée.
Je célèbre la voix mêlée de couleur grise
Qui hésite aux lointains du chant qui s’est perdu
Comme si au delà de toute forme pure
Tremblât un autre chant et le seul absolu.
Ô lumière et néant de la lumière, ô larmes
Souriantes plus haut que l’angoisse ou l’espoir,
Ô cygne, lieu réel dans l’irréelle eau sombre,
Ô source, quand ce fut profondément le soir !
Il semble que tu connaisses les deux rives,
L’extrême joie et l’extrême douleur.
Là-bas, parmi ces roseaux gris dans la lumière,
Il semble que tu puises de l’éternel.
Der Stimme von Kathleen Ferrier
Alle Süße, alle Ironie sammelt sich
für ein Adieu aus Kristall und Dunst,
Die tiefen eisernen Schläge erzeugen beinah Stille,
das Licht des Schwertes hatte sich verhüllt.
Ich preise die Stimme, Gemisch von grauer Farbe,
die zögert in den Fernen des Lieds, das sich verlor,
als zitterte jenseits jeder reinen Form
ein anderer Gesang, der einzig losgelöste.
O Licht und des Lichtes Nichts, o Tränen,
höher lächelnd als Angst oder Hoffnung,
o Schwan, wahrer Ort im wahnhaften Wasser des Dunkels,
o Quelle, wenn sie aus abendlichen Tiefen stieg!
Es scheint, du kennest die beiden Ufer,
die äußerste Freude und das äußerste Leid.
Dort drüben, zwischen den grauen Schilfen des Lichts,
magst du wohl aus dem Ewigen schöpfen.
Anmerkung zum Verständnis:
Kathleen Ferrier war in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eine berühmte Sängerin, exzellente Interpretin der Lieder von Schubert, Brahms und Mahler, für die Benjamin Britten seine Oper „The Rape of Lucretia“ schrieb. Die Schallplattenaufnahme von Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ mit Kathleen Ferrier unter der Leitung von Bruno Walter soll den Dichter Yves Bonnefoy zu dem der Sängerin gewidmeten Gedicht inspiriert haben.
Siehe:
https://www.youtube.com/watch?v=Nl6zRA9bYO8&list=RDNl6zRA9bYO8&start_radio=1
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