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Hoffnungslose Fragen

24.09.2026

Gönnst du, Horaz, in deiner Grotte Nacht
die Nische mir, wo blaß ich schimmern sehe
der Schuppen feuchtes Gold, bis ich vergehe
an deiner Ode sterndurchblitzter Pracht?

Hast Kräuter du auf Wiesen noch, Vergil,
daß ich sie rupfe blökend mit den Schafen?
Darf auf des Hirten Flötenvlies ich schlafen,
bis er mich weckt zum Aufbruch ins Exil?

Kann ich denn schwimmen bis zum Inselreich,
wo, Pindar, selig wohnen, die entronnen
und Nektar aus den Hymnenkelchen trinken,

wenn mir den Atem nehmen düstre Sonnen
und meine Worte, siechen Schwänen gleich,
stumm im Morast verwesten Sinns versinken?

 

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