Skip to content

Übergänge XV

01.08.2017

Sonett von der aufgetauten Empfindung

Mit tauber Hand kannst du es nicht erfühlen,
was heller Tau zu warmen Moosen spricht,
wenn deine Poren Träumerei verpicht,
mußt Schlamm du aus dem Seelentümpel wühlen.

Der Hauch des blauen Sees kann dir nur kühlen
das heiße Herz, bevor es spröde bricht
wie trockne Kaktusfrucht im Wüstenlicht,
wenn du es tauchst, bis Quallen es umspülen.

So wird ein hartes Korn aus kalten Tränen
und halbe Geste greller Mummenschanz,
den wir verlacht durch Trübsal-Pfützen schleppen,

wenn wir uns schrauben nicht wie die Fontänen,
uns Grazien tunken in den Tropfen-Tanz
und betten auf das Grün der Wassertreppen.

 

Comments are closed.

Top