Daß Stille kehrt im Dämmerlichte
Im Halbschlaf ist es noch wie leises Pochen,
als frage Sehnsucht, ob ein Herz hier weile,
das sie vermißt auf sonnenfernen Pfaden,
ein warmes Lächeln ihr entgegeneile.
In Traumes Schluchten ist es wildes Brausen,
als würden Brunnen schmerzlich überquellen,
als wölke Gischt von aufgepeitschten Wassern
am Fels der Angst, wo sie zum Abgrund schnellen.
Der Tag indes ist nur ein ödes Ächzen
in ungeölten Angeln loser Pforten,
die dumpf im Wind der Langeweile schlagen,
nur Wiederkäuen von entseelten Worten.
Daß endlich Stille kehrt im Dämmerlichte,
muß edler Geist der Torheit Mund verstopfen,
das Blut, das ihren Wangen Rosen malte,
in dunkler Schwermut Kammern niedertropfen.
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