Erwachter Efeu
Herzgebirg, das stille Lüfte türmen, schlichten,
im tiefsten Tal seufzt eine Quelle, Traum.
Traum, was unterm Lide Tränen dichten,
Seele, um den Strahl geringelt, Flaum.
Woher ertönt die Klage der Propheten?
Aus fernen Edens Nächten, schneeverwehten.
Gezweig, von wehem Fleisch umwuchert, Rippen,
im salzigen Hauch des Meeres ächzend ach.
Die unter dunklen Gluten beben, Lippen,
sie trinken Nacht aus Leuchtern siebenfach.
Woher der Lieder süßer Wehmutsschauer?
Hauch weckt den Efeu auf an Edens Mauer.
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