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Stéphane Mallarmé, Las de l’amer repos

19.09.2026

Las de l’amer repos où ma paresse offense
Une gloire pour qui jadis j’ai fui l’enfance
Adorable des bois de roses sous l’azur
Naturel, et plus las sept fois du pacte dur
De creuser par veillée une fosse nouvelle
Dans le terrain avare et froid de ma cervelle,
Fossoyeur sans pitié pour la stérilité,
— Que dire à cette Aurore, ô Rêves, visité
Par les roses, quand, peur de ses roses livides,
Le vaste cimetière unira les trous vides ? —
Je veux délaisser l’Art vorace d’un pays
Cruel, et, souriant aux reproches vieillis
Que me font mes amis, le passé, le génie,
Et ma lampe qui sait pourtant mon agonie,
Imiter le Chinois au coeur limpide et fin
De qui l’extase pure est de peindre la fin
Sur ses tasses de neige à la lune ravie
D’une bizarre fleur qui parfume sa vie
Transparente, la fleur qu’il a sentie, enfant,
Au filigrane bleu de l’âme se greffant.
Et, la mort telle avec le seul rêve du sage,
Serein, je vais choisir un jeune paysage
Que je peindrais encor sur les tasses, distrait.
Une ligne d’azur mince et pâle serait
Un lac, parmi le ciel de porcelaine nue,
Un clair croissant perdu par une blanche nue
Trempe sa corne calme en la glace des eaux,
Non loin de trois grand cils d’émeraude, roseaux.

 

Die bittere Ruhe leid

Die bittere Ruhe leid, wo meine Trägheit mit Steinen
wirft auf den Ruhm, für den ich floh aus der Kindheit Hainen,
liebreizend mit den Rosenwäldchen unterm Himmelslicht,
mehr noch leid mir siebenfach die harte Pflicht,
in nächtlichen Wachen stets zu bohren neue Stollen
in des Gehirnes Karstland, von Mißgunst vereisten Schollen,
ein Totengräber ohne Mitleid für die Frucht, im Schoß schon erstickt,
– was dieser Morgenröte nur sagen, o Träume, erblickt
von den Rosen, wann, seiner fahlen Rosen Bangen,
der große Friedhof die leeren Löcher werde umfangen? –
Ich lasse ab von der gefräßigen Kunst eines Lands, entflieh
der Grausamkeit, und lächelnd über die Vorwürfe, die,
schon verjährt, mir Freunde machen, das Einst, das Genie,
die Lampe, sie weiß ja doch um meine Agonie,
tu ich’s dem Chinesen gleich, Herz zarter Strahlen,
dem es eine reine Ekstase, das Ende zu malen
auf seinen Tassen aus Schnee, in das Licht eines Monds getaucht,
den die seltsame Blume entzückt, die sein Leben behaucht.
Durchsichtig ist sie, die Blume, die als Kind er empfand
am blauen Faden, der sich um die Seele ihm wand.
Und, mit solchem Tod, dem einzigen Traum des Weisen,
will ich, heiteren Sinns, in eine junge Landschaft reisen,
die auf die Tassen ich würde noch malen, Schlafwandlern gleich.
Eine Linie von Azur, dünn und fahl, wäre ein Teich,
inmitten eines Himmels aus nacktem Porzellan
tunkt ein Neumond, auf einer Wolke weißen Altan
gesunken, sein stilles Horn ins Gewässer ein, das zufror,
nicht weit von drei langen Wimpern von Smaragd, Schilfrohr.

 

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