Heikle Heiterkeit
Wer grinsend wem das Zepter überreicht,
die Plebs an Possen wird, an Martern satt –
Herz, vom Gesang der Nachtigall erweicht,
tränkt noch mit Blut der Wehmut falbes Blatt.
Ob harsch wer mittels Gaumenzäpfchen knackt,
ob schlüpfrig säuselt eine krumme Nase –
wir pflücken Verse, Disteln, zart gezackt,
zu kitzeln Rosen in der Liebsten Vase.
Dort bluten sie im Dornicht Mallarmés,
und Wunden küssen Tränen von Verlaine –
uns rötet Abendstille Flaum des Schnees,
und Morgenwinde zausen Herthas Mähne.
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