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Stéphane Mallarmé, Le tombeau de Charles Baudelaire

16.09.2026

Le temple enseveli divulgue par la bouche
Sépulcrale d’égout bavant boue et rubis
Abominablement quelque idole Anubis
Tout le museau flambé comme un aboi farouche

Ou que le gaz récent torde la mèche louche
Essuyeuse on le sait des opprobres subis
Il allume hagard un immortel pubis
Dont le vol selon le réverbère découche
Quel feuillage séché dans les cités sans soir
Votif pourra bénir comme elle se rasseoir
Contre le marbre vainement de Baudelaire

Au voile qui la ceint absente avec frissons
Celle son Ombre même un poison tutélaire
Toujours à respirer si nous en périssons

 

Das Grabmal für Charles Baudelaire

Der verschüttete Tempel kündet aus dem Maule
der Grabesstätte, dem Schlamm und Glanz von Rubinen entquillt,
auf schaurige Weise ein dem Anubis gleichendes Bild,
die Schnauze völlig versengt wie Phrenesiegejaule,

oder es windet das neue Gas die Zündschnur, die faule,
verwischend wie man weiß die Flecken auf Laken, von Schande zerknüllt,
und entzündet verstört den Schamberg, der immerdar schwillt,
als ob sein Flug durch die Straßenlaterne den Schlummer vergraule.

Welch ein Laub, in den abendlosen Städten verdorrt,
könnte, Weihgabe, segnen wie er, der lehnt immerfort
vergebens gegen den Denkstein aus Marmor für Baudelaire,

gehüllt in ein Segel, das mit Schauern in die Leere weht,
dieser sein eigener Schatten, ein Gift, das stets uns gewähr
lebendigen Atem für Verse, wenn auch unser Mark dran zergeht.

 

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