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Der Träumer hinter Mauern

23.05.2024

Nicht Hecken, rundgeschnitten, nicht Fontänen,
die im Minutentakte Gischt versprengen,
uns leuchte jählings zwischen Laubengängen
auf blauen Wassern Schnee, Gesang von Schwänen.

Kein Kies soll knirschen uns auf Sonnenpfaden,
die sich um Plastik-Amoretten winden,
die Nymphe löse unser Tagempfinden,
wenn wir im Licht von Mondsonetten baden.

Hat schon erstickt Asphalt die weichen Moose
und schwitzt das Blech vor eingezäunten Teichen,
dir hauche, Dichter, kühlen Schlaf die Rose,

es glänze dunkles Blattwerk unter Schauern,
ein Singsang tropfe hell im Wald der Zeichen,
träumst du auch hinter schwermutkahlen Mauern.

 

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