Pompejanische Villa
In bunter Wollust Fresken schlagen Pfauen
bestickt mit Azuraugen blind ihr Rad,
und die ihre Brust entblößen, weiche Frauen
sinken Lilien gleich, des Eros Mahd.
Auf lüsternen Purpurkissen Glanz der Glieder.
Der Sehnsucht süßem Schmerz, den Wohlduft stillt,
neigt sich die Rose. Dem Kantharos entquillt
Vergils Gedicht, ein Schaum bukolischer Lieder.
Die schwarze Wolke kam, der Seufzer Hauch
verschluckte sich an dunklen Feuers Rauch.
Starr liegen, die in Amors Kuß gezittert.
Unstern, was geglüht im Rankenlaub,
Blick, feucht vom Blick, in trocknen Höhlen Staub,
die Knospe des Gesanges, Mund, verwittert.
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