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Spuren des Namenlosen VI

29.01.2017

Der wie Wind von sich abtut Spinnenweb
die glitzernden Fäden des Zweifels,
den würgenden Bast der Erwartung,
füllt wie Quellen sich selber mit Klang,
unstillbar glänzt er wie Wunden.

Als widerspräche ein Geysir dem Spalt,
als ritzte ein Menhir den Himmel,
als bohrte ein Horn sich ins Tor,
als schwebte ein Stein in der Luft.

Der wie Quelle gemurmelt wird Rauschen,
ein Rinnsal tritt übers Ufer,
ein Strom bespricht sich im Delta,
ein Wundmal singt überm Meer.

Wolken segnen mit Schatten,
Regen mit schimmernden Schleiern,
Himmel öffnet die blaue Knospe,
Erde breitet den Teppich der Lieder.

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