Die weibliche Stimme: Doris
Nackt in einem grün leuchtenden Pool
Eine Muschel lag ihm auf der Schwelle,
die sich nicht öffnen ließ,
doch hielt er sie ins Wasser eines Spiegels,
ging sie manchmal zitternd auf
für den Lidschlag eines wilden Lichts.
Meines Daseins Schoß blieb ihm verschlossen
unter Schuppen blasser Stille.
Wie sein Auge klomm
durch die Schluchten meines Schlafs,
die Weide sich zu finden
und zu äsen meiner Träume Gras.
Wie bog sein schwerer Atem
das Rätsel-Schilf mir ins Gesicht,
doch nie sah er mich ganz entblößt
vom feinen Staub der Wanderdüne.
Wie stand er vor dem Fenster,
und Wolken grauten ihm im Blau
und hatten kein Gesicht wie seines,
und hatten einen Leib wie meinen,
da sie im frühe Rot zergingen.
Ich schwamm mit ihm auf dunklen Liedes
Wellen, die Flosse meines Atems
schlug unbewußt den weichen Schaum,
und seine Angst wand sich ins Brausen
meines Haars, bis es wie Tang stumm wogte
auf der glatten Wasserhaut.
Ich konnte ihn nicht halten, er glitt,
der Schatten einer Qualle, in die Tiefe.
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