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Wohin denn Dichter

11.07.2026

Wohin denn Dichter, watest du nicht längst im Sumpf,
sind nicht Gespenster, Wahn, was dir Fäulnis wölkt?
Wie kannst du deine Furchen ziehen,
fällt, was du säst, was du hoffst, ins Dunkel?

Gedenkst du aber Abrams Geschick und willst
in Auen wandern, selig begrünt vom Licht,
klafft jäh ein Abgrund auf, kein Engel
reißt dich hinan und kein Flügelrauschen.

So mag ein Schilf dich bergen, wenn schon der Mond
steigt fahl empor, o schwebendes Totenmal.
Da ächzt das Röhricht unterm Kiele.
Klebt noch zum Fahrgeld ein Vers am Gaumen?

 

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