Skip to content

Der rohe Stein

17.03.2017

Es mischt sich in die Luft,
die frohes Wort ernährt,
ein Salzgeruch der Ferne.

Vor dem Graun der Nacht
flügeln aus dem Meer
die Nebelboten.

Und steigt aus dunkler Wildnis
der Bitter-Stern empor,
gibt die Träne Milde.

Ein Tag hat keine Farbe,
wenn freudelos
die Wange Asche trägt.

Die Lippen trocknen rauh,
wenn kein Liebeswort
sie hat benetzt.

Und Blicke starren leer
durch tausend grelle Bilder
ohne Gegenblick.

Erde ist ein roher Stein,
besingt kein Moos ihm grün
die stumme Blöße.

Sinnlos leben hin,
die keine Blüten streun
auf des Wassers Gnade.

Unsagbar ist die Schwelle
für den spröden Mund,
den kein Lächeln salbt.

Ein Mal schwebt in der Luft,
und Efeu rankt
wie um ein stilles Grab.

Comments are closed.

Top