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Die Kerzen sind verglommen

08.05.2018

Goldner Staub auf Fensterbänken,
warmes Scheinen wie von Kerzen
bricht aus unsren dunklen Herzen.
Wollen wir der Nacht es schenken?

Diese Nacht spricht nur Gefunkel,
deiner Blicke banges Schweifen
senkt sich ohne zu begreifen
wie ein Schwan auf Wassers Dunkel.

Gleiten Flügel wir an Flügel
hin und wieder auf dem Wasser,
wird der Abgrund immer blasser,
Knospen glühen auf am Hügel.

Stehst du etwas noch benommen
vor dem Fenster, Schwalben stürzen,
sind schon schal des Lebens Würzen,
und die Kerzen sind verglommen.

 

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