Skip to content

Du warst die Knospe und der Hauch

04.05.2018

Erst ist es nur ein bunter Staub,
den Abendwind vom Söller fegt,
des sanften Dämmers fahles Laub,
das sich auf deinen Atem legt.

Dann fühlst du einen fernen Blick
wie eines Sterns aus leerer Nacht
und weißt um deines Lebens Glück,
dir einzig einmal zugedacht.

Die Dunkelheit verschloß die Luft,
und keine Knospe war ein Mund,
zu küssen dich mit ihrem Duft,
kein Atem hauchte dich gesund.

So tratst du bleich ins Morgenlicht,
da goß sich dir aus blauem Rauch
die Röte auf das Angesicht,
du warst die Knospe und der Hauch.

 

Comments are closed.

Top