Verloren für die Flamme, das Leuchten der Wolke
Was ich traure, weiß ich nicht,
es ist unbekanntes Wehe.
Eduard Mörike
War es nicht seliges Flackern an Gräbern,
im Moose der Nacht der Flamme Gedenken,
war es nicht vorüberwandelnd ein Antlitz,
das wie Himmelsblau auftat das Auge?
Und du wolltest eher liegen im Erdreich,
verloren für die Flamme, das Leuchten der Wolke,
nicht mehr fühlen, wie jeder Augenblick
zum Abgrunde fortreißt den nächsten.
War es nicht Glanz auf blassender Wange,
der hinabrann wie Tau unterm Monde,
nicht ferner Quellen heimliches Seufzen,
wenn Schauer der Schilfe sie weckten?
Und doch wolltest du unter der Glocke
bläulichen Eises dämmern und schlafen,
nicht mehr hören, wie zwischen Kissen
klatschender Wogen Schreie erstickten.
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