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Spuren des Namenlosen IV

28.01.2017

Goldene Tränen
am Blatt der namenlosen Rose,
von einem Engel geweint,
nicht Mangels wegen,
aus Herzens Überfülle,
deinen Lippen werden
nimmer sie netzen
die runzlige Sehnsucht.

Eilande, nie betreten,
aus dem Meer der Seele
plötzlich emporgetaucht,
gerötet von Blüten,
die keine Hand pflücken,
die kein Lied besingen wird.

Oder die dunkle Mistel
im Wipfel der Esche,
ragend auf der Grenze
zwischen Sage und Vergessen,
keine Sichel wird sie schneiden,
keine Hand sie mit Gebeten
heften an den Balken der Tür.

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