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Spuren des Namenlosen IX

29.01.2017

„Schlummert ein, ihr matten Augen.“

Habt ihr nicht alles gesehen,
die Gärten der Sonne,
die Labyrinthe der Nacht,
den Schaum auf Meeres Lippen,
der Liebe Blutkorallen?

Dämmerung legt sich über alles,
die Heimat und ihr zartes Wasserzeichen,
kahle Äste starren aus dem Nebel
des Abschieds, die bleichen Masken
schmelzen auf den schlammigen Wellen.
Wo goldenes Laub, grüne Woge des Abends,
wo blaue Woge der Nacht?

Wo tränenmilde Blicke, süße Locken
voll Hingabe an der Liebkosungen Hauch?
Wo Liebesflammen, Diadem des Schnees
auf den fernen Höhen?
Ein graues Linnen zieht über alles
mit kalter Hand die graue Norn.

O, schlummert ein, ihr matten Augen.

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