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Spuren des Namenlosen VIII

29.01.2017

Wir Kleinen machten Knoten,
feine und dickbauchige,
aus Ecken buntkarierter Handtücher,
steckten sie auf einen Finger,
und damit nickend und neckend,
plapperten wir aufeinander ein
seltsam unsinnig süße Sachen
im Auftrag dieser Namenlosen.

Auch komischen Schattenwesen,
die wir im Schein der Kerze
von den Krümmungen unserer Hände,
den Frosch- und Quappen-Ballen der Fäustchen
an die Wand warfen,
liehen wir unsere Zungen,
erfanden ihnen aus unseren Kinderseelen
die Seele eines Ungeheures,
eines Unterwelts- oder guten Geists.

Nun, da unsere Hände faltig sind
und grau geworden das Herz,
stecken doch die Knoten noch immer
unsichtbar auf den Fingerkuppen,
sind die Schatten noch lebendig,
wenn wir ihnen die Stimme leihen
und im Schein des späten Lichts
die fremdartigen Figuren unserer Seelen,
die Unterwelts- und guten Geister,
an die Wand der Einsamkeit werfen
und seltsam unsinnige Sachen daherreden
im Auftrag dieser Namenlosen.

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