In transparenten Lüften
Zittern unterm freien Wind
Halme, Tropfen, Schlafes Mücken,
wenn wir auch ermattet sind,
mag ein zarter Wink entrücken.
Kriechen wir aus bangen Grüften,
kitzelt Tau die taube Haut,
und in transparenten Lüften
ist des Liedes Blick erblaut.
Daß wir inniger das Leben
atmen, sangen Wasser schon,
uns den Kuß des Lichts zu geben,
öffnet sich der rote Mohn.
Und in weicher Dämmrung Gras
wollen wir die Stirnen kühlen,
wie verworrner Sinn genas,
an gedämpften Pulsen fühlen.
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