Geflock verglühter Dankgesänge
Sirrendes Geschmeiß ringsum –
schwingt kein Horaz
die Fliegenklatsche?
*
Siehst du im Wald die Bakchen schweifen?
Sie kehren wie der Mond zurück,
wenn seine Lenden schwellen.
Doch die deinen Samen nahm,
wird ihre Frucht zerreißen,
sie einem wüsten Oger opfern.
*
Der Schnee auf Hymnengipfeln
schmolz unter Satans schwarzer Sonne.
Ein Wirbel steigt aus stummen Furchen,
Geflock verglühter Dankgesänge.
*
Der Herbst hat dir den Mund verstopft
mit Büscheln trockener Gräser.
Statt Augen blitzen, die dir eingesetzt
die Meute, blinder Sehnsucht Scherben.
Ins Schambein hat man dir gerammt,
das keinem Hochfest je geschallt,
ein Widderhorn.
Die Krähe höhnt auf deiner Schulter
der lächerlichen Vogelscheuche.
*
Gedämpfte Stimmen,
Murmeln wie von Pilgern,
die ins hohe Gras der Hymnen sanken.
Vom Abendwind verschluckte Vogelrufe,
ein leises Schluchzen nur,
als tropfe Harz
aus einer Rinde,
nachdem der bronzene Klang
der Axt im Laub der Dämmerung
verwehte.
*
Als ob der Sprachstrom münden wollte,
ward über ihm der Himmel weit,
und weicher glitt der azurgrüne Vers.
Leichter, wie das Bild der Wolken,
trägt er nun der Schwermut schwarzen Schaum.
Und was ihm dämmernd Ufer streuten,
des Sommers leer gesungene Nester,
ausgepreßter Früchte Schalen,
der Blüten Purpur, den verblaßten,
hüllt ein er wie die dunkle Göttin
alles Unerlöste
in einen Nimbus gnädigen Verrauschens.
Ihm ist, er dürfe endlich schlafen,
nachdem sie Salz geschmeckt,
die lange heimatlos gelallt, die Lippe.
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