Blühen, verblassen
Wir haben die Sage
von Schatten und Licht.
Wie bleiben unsre Herzen vage,
wenn kein Auge zu uns spricht.
Tief ist die Nacht,
blau die Abendstunde.
Wie blüht uns kaum bedacht
das Purpurlied geheimer Wunde.
Wir haben das hohe Wort
von Brot und Wein.
Wie sind wir fern von jenem Hort,
und unter stummen Sternen wie allein.
Wir haben die warme Hand,
der Liebe heiße Träne.
Wie flattern lose wir, der Blätter Tand,
verblassen, Dämmerns Geister-Schwäne.
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