Der Seelenkäfer
Seele, deine Fühler,
wie sie zittern,
wenn Fliederbüschel schäumen,
wie sie starren,
wenn Schnee
Schlaf flockt
auf all die Einsamkeit.
Goldener Käfer
im wahr flüsternden Gras,
wo dich zeugte
das Lied eines verirrten Fauns,
du versäumst den Mond,
des Honigs tropfendes Lied.
Brummst du noch ein wenig,
wenn aus Holundersternen
Funken stieben
auf deinen braunen,
fühllosen Panzer?
Seele, hörst du mich,
oder schläfst du,
ausweglos verschüttet
im Erdloch, im schwarzen,
wo dich umspinnen
die Silberfäden
des ewigen Traums?
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