Die Möglichkeit der Stille
Da, Regentropfen
auf dem Blech der Hütte –
wie allein du dir schienst,
doch der Klang ist jetzt in dir,
die Tropfen sind jetzt in dir.
*
Gummistiefel knirschen im Schnee,
Stapfen für Stapfen,
rings die unendlich einsame Welt.
Da knirscht ein Echo in dir.
Wer geht mit dir durch den Schnee?
Einer geht mit dir durch die einsame Welt.
*
Der Vater stand auf der Schwelle,
unter ihm schrien die Steine.
Es tobt die Stimme des Vaters in dir,
sie will nicht leiser werden.
Beuge dich nieder auf die Schwelle,
küsse die schmutzigen Steine.
Sie wird stiller, wird still.
*
Es spricht aus dem Wind,
blaue Nacht sickert ein.
Du bist die Nacht,
du bist der Wind.
Sag nur leise,
was dich anweht,
sag es oder sing.
*
Ein Klagen kommt aus dem Wasser.
Ein Klagen kommt aus dem Gras.
Schöpf mit der Hand vom Wasser.
Leg dich nieder ins Gras.
*
Da ist eine Stimme, die kratzt.
Da ist eine Stimme, die spuckt.
Da ist eine Stimme, die würgt.
Entblöße ihr deine Haut.
Streck ihr deine Wange entgegen.
Halt hin ihr deinen Hals.
Die Schale deines Munds
tut sich auf,
sie trinken die Stille.