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Ins Feuer geworfen

21.04.2017

Lied, das unendlich
den Mund übersteigt,
es sickert wie Tau
in die Muschel der fernen
eingesunkenen Seele.

Woraus wir keimen
und wozu Knospen treiben
in fremdeste Luft,
wir wissen es nicht.

Da ist wie für Blumen
dunkel die Erde
und veilchenblau ein Himmel,
da sind auf den Hügeln der Nacht
die Flammen der Toten.

Wahr reden wir leise
in der leuchtenden Maske
der Ahnen, die uns überwächst
wie Rinde, wenn sie die Wunde
des Baumes verschließt.

Segen wird uns im Fallen,
wie reifen Früchten
am Ast des Herbstes,
ins Gras geschüttelt vom Wind.

Und sind wir wurmstichiges Holz
in dunklen Kammern
vergessener Geigen,
die Erde nimmt uns zurück,
wirft uns ins Feuer,
sich ein wenig zu wärmen,
am Wegesrand
ihrer langen Wanderschaft.

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