Die weibliche Stimme: Gertrud
Einsam in der Nacht
Die Hände rissig vom bitteren Staub,
schrundig vom harten Wasser,
das sie auf Halm und Krume gossen.
Die Wangen knittern, trocknes Laub,
sie brannten rot und wurden blasser
von Tränen, die sie überflossen.
Die Haare sind verglühte Aschen,
und flirrten wie Narzissen,
von Faltern bunten Lichts umworben.
Der Teiche grünes Überraschen,
wenn sie die kühlen Blitze küssen,
die Augen sind dem Bilde abgestorben.
Das Herz liegt wie ein Stein
unterm Schnee der Winternacht,
die fahler Mond durchzittert.
Liegt es im Dunkel auch allein,
es singt noch liebesacht,
wenn Morgenrot erschüttert.
Rezitation:
Die weibliche Stimme – Gertrud
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