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Terzinen vom Lied der Seele

19.08.2017

Der Wald war nachts von Summen eingeschlossen,
es waren Lüfte nicht und keine Quellen,
es waren Geister, die durchs Dickicht flossen.

Sie sangen auf den mondbetauten Schwellen
das Lied, das wir aus blauen Muscheln kennen.
Wie Nachtigallen, die den Traum erhellen,

beglänzte ihr Gesang des Wassers Tennen.
Sie bargen die Gestalt in lichten Schleiern,
sie löst sich auf, wenn wir sie dreist benennen,

verlischt, ob wir sie fürchten oder feiern.
Und willst du gleich nach ihrem Munde singen,
erstirbt schon fern der wehe Schrei von Reihern.

Das Lied der Seele schläft in keuschen Schwingen.

 

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