Die Verwandlung des Löwenzahns
Ein Löwenzahn sproß
scheu am Wegesrand.
Da hörte er Gesang
und war gebannt.
Es klang wie Bäche,
die verrauschen.
Es klang wie Seiden,
die sich bauschen.
Da reckte er den Halm
und seine Blütenzungen,
sich zärtlich dem zu neigen,
der so süß gesungen.
Darüber ward es spät,
und kam die große Nacht,
die war so blau, so still,
und jenes Lied vollbracht.
War es ein rotes Kehlchen,
das hold geschmeichelt?
Waren es der Pappel Hände,
vom Wind gestreichelt?
Da hat eines Strahles Kitzeln
den Löwenzahn geweckt.
Mit zitternd hellen Strähnen
war sein Köpfchen ganz bedeckt.
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