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Die weibliche Stimme: Edith

08.05.2017

Vor dem Bett

Du ganz zerwühlter Schmerz,
den ich nicht glätten kann
mit taub gewinkter Hand.

In dir versickerten die Tränen
blindgeweinter Lust,
in dir die Milch der Seufzer.

In dir tropften lichte Pollen
von den Staubfäden der Nacht
in den dahlienstillen Schoß.

Du hast mit dem Firn
traumverschneiter Kissen
mein schwarzes Haar gebleicht.

Die Glut vom Mond empfing,
einer Kröte Schluchzen,
gebar in dir den Schattensohn.

Rasch, daß um dich brennen
weißen Flieders Fackeln
und mich betäuben ganz!

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