Ich schaue, ich höre
Ich schaue aus dem Fenster auf eine Wand,
eine Wand, die dauernd die Farbe wechselt,
am Morgen ist sie grün wie ein Teich,
am Abend gelb wie ein Lindenblatt im Herbst,
nachts weiß wie auf die Äcker gestreuter Kalk.
Ich höre eine Stimme hinter der Mauer,
eine Stimme, die dauernd den Mund wechselt,
am Morgen ist sie das Schluchzen eines Kindes,
am Abend das Glucksen einer Nymphe,
nachts das gespenstische Rufen eines Kauzes.
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