Sonett vom inneren Reich
Berührst du mich, fühl ich von deinen Händen
den kühlen oder heißen Abdruck meiner Haut.
Wie seltsam ist das innre Reich gebaut,
in dem wir uns die Spiegelbilder senden,
geht doch dein Schatten wie an Traumes Wänden
mir auf und ab, was du an mir erschaut,
dem schmeckst du nach wie einem bittern Kraut.
Der Handschuh unsres Ichs läßt sich nicht wenden.
Ich kann dich hüten wie der Kerze Schein
mit guten Händen, sie auf hohe Leuchter betten,
wie geht ihr Knistern ein mir bis zum Kern,
und trinke deine Wärme ich wie Wein,
der mich wie Proteus löst in Wandlungsketten,
ich wandle niemals mich in deinen Stern.