Sonett vom unversehrten Bild
Ich war verbannt an einen dunklen Ort,
ein Glucksen brauner Wasser kam vom Grunde,
und über mir aus Himmels leerem Munde
erbrach der Aar das faul gewordne Wort.
Behaarte Rüpel warfen alle Anmut fort,
gefleckten Zwergen schlug die heiße Stunde,
zu lecken Geifer aus der deutschen Wunde,
zu jubeln, wo der Blütenzweig verdorrt.
Da beugte ich mich abseits zu den Ahnen,
ob nicht aus reinen Quellen Schöpfungslicht
in unversehrte Bilder zu mir fließe,
mir heimzuleuchten auf den steilen Bahnen.
Da schaute ich der Sappho Blumen im Gedicht,
mir war, als ob dies Segen mir verhieße.