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Sonett von den hohen Dingen

17.11.2016

Es gab sich Kunde uns von hohen Dingen,
wie sie auf Steinen alter Gräbern stehen,
in Lichtgesängen Platons widerklingen,
aus Sapphos Odenhainen niederwehen.

Hier sollen wir der Menge Kehricht singen,
die Blumenworte aus den Wurzeln drehen,
den geilen Finger mit dem Reim beringen,
die Fäulnis mit erlogner Glut belehen.

Doch trinkt geheimer Sinn aus Jenseitsquellen,
die einzig keuschen Augen widerglänzen
aus Augen, die aus Tränenschleiern glühen.

O edles Glück, o Wehn von Düftewellen,
wenn wir den Schmerz mit Rosenblüten kränzen
und wieder Rosen aus den Liedern blühen.

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