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Sonett von der Grille

17.11.2016

Was glänzt in Spucke, Grind, Geschwüren,
was Bettler strecken auf verwesten Zungen
und was im Traum ein böser Zwerg gesungen,
das segnen sie wie Kreuze über Türen,

das Blut, das sie aus fremden Wunden rühren,
verspritzen sie zu eignen Huldigungen,
und scheint der Häme Wiehern abgeklungen,
schrillt schon die Säge aus den Schundlektüren.

Wir wollen wandern wie die frühen Seher
durch große Wüstennächte bis zum Meere,
das ihnen blaute aus der hohen Stille,

wir wollen Worte weihen uns nicht eher,
als bis die Zungen schwingen in der Leere,
das Herz im Dunkeln singt, des Phaidros Grille.

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