Kühlung fächelnder Vers
Die dicke Matrone, wie elend sie schwitzt,
und neben ihr japst das Hündchen und hechelt.
Selbst schuld, wenn sie schlapp in der Sommerglut sitzt.
Dein Vers sei Labsal, wenn er Kühlung ihr fächelt.
Dem Hündchen stellst einen Blechnapf du hin:
Schlürft Jamben, schlabbert Trochäen die Zunge.
Wie sprühende Woge der Daktylus rinn
am Busen entlang, Zephyr atme die Lunge.
Dann wieget sie Morpheus gnädig in Schlaf,
das Hündchen streckt alle Viere.
Schön, daß ein fühlendes Herz er noch traf,
dein Vers, verständlich selbst einem Tiere.
Erstickt rings auch das Wort in Gebrüll
und schleudert der Pöbel verächtliche Blicke,
es schirmet die beiden ein spätes Idyll,
den Dichter und seine Muse, die dicke.
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