Seelenwitterung
Die Seele ist wie Dunst,
ein Mund haucht übers Glas,
und Trübnis stellt sich ein,
das Bild verschwimmt.
Doch wechselt ihre Gunst,
von Sonnenblick geküsst,
übers Wasser hingeneigt
ein sanftes Auge glimmt.
Und fliehen Wolken schnell,
ein Schauer macht sie flüstern,
ein Tropfen rollt vom Blatt,
sie schwebt auf dunklem Teiche.
Gleich wird es wieder hell,
sie atmet mit dem Grase,
wo ihr ein Pfad beschwört
den liebsten der Vergleiche.
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