Gereimter Zwiespalt
Und was zu tuen kündet Morgenlicht?
Nichts weiter als des Tages Pflicht.
*
Was noch sagen, scheint alles schon gesagt?
Das Innerste hat noch kein Wort erjagt.
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Und wenn der Jugend Sonnen sinken?
Duinos Abendröte trinken.
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Und fahlen Träume, werden wirr?
Mit Versen, hellen Flügeln, schwirr.
*
Mir scheint, daß keine Quelle rausche.
Der Seele Fenster öffne, lausche.
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Mir ist, als ob die Leere gähne.
Pflück Sterne aus Ophelias Mähne.
*
Wie sind die Stunden monoton.
Sieh, Rose prunkt bei dunklem Mohn.
*
Was immer ich auch gab, nichts kam zurück.
So gib dich selber hin, dann quillt das Glück.
*
Jedes Wort ist leck, hat einen Riß.
So strömt ein Licht in deine Finsternis.
*
Mir scheint, ich bin im Kreis gegangen.
Tanz Reigen kühn mit deinem Bangen.
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Wenn ich nur wüßte, was ich will.
Das nächste Beste macht dich still.
*
Die Rose welkt, ihr Duft verweht.
Den Mönch sieh, der am Abgrund steht.
*
Klafft zwischen Liebenden nicht auch die Leere?
Nein, Ferne, daß an beiden Sehnsucht zehre.
*
Was soll’s, mit leeren Händen warten.
Pflück Früchte ihr in Goethes Garten.
*
Ich fühle Schnee in trüben Lüften.
Bald leuchtet er auf stillen Triften.
*
Grab der Leib, die Seele Dunst.
Sie spricht nur aus verleibter Kunst.
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