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Die Quelle

04.07.2018

Gras und Schilf
Nest eines Munds
der mit Kristallen sang
brach sich der Strahl
an Wellenstrophen
schöpfte
sich ein Auge
mit den Schattenwimpern
Schlaf
Ging ein Traum
zum Quell und sprach:
Mich dürstet
nach dem Mund
der mir singt
die Ferne nah
der mir füllt
die weiße Knospe
mit dem reinen Lied
dass ins Licht
ich mich entfalte
Und die Quelle sang:
Sinke nieder
auf den Grund
Schauer hat
mein Gras
mein Mund
ist glatt
ein Spiegelglas
lass von Blitzen
meiner Lieder
deiner Knospe
Hülle ritzen
deine Qualen
werden Tropfen
und sie rinnen
auf die offnen
Blütenschalen
als hätten deine
Schattenwimpern
dir aus innrer Quelle
geschöpft die reine
Gunst der hohen Helle

 

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