Die weibliche Stimme: Friederike
In einer halbdunklen Küche, Früchte schälend
Wie singt im Zwielicht-Schummer
es da und dort in Zimmerecken,
wie Lachen in geschrubbten Fluren
sind Schimmer in den Kupferkesseln.
Die Schalen kringeln sich wie Ufer
langsam ausgegossnen Lebens,
das immer zögert, soll es ruhen,
sollʼs züngelnd ins Dunkle weiterflehen.
Wie gerne halt ich inne, luge
sinnend in das leise Weben
meines Herzens, hör das Brummen
der Mücke dort am Fenster kleben.
Wie auf gebleichtem Leinentuche
rote Äpfel ihren Duft verzehren,
steigt von meines Lebens Krumen
Schweigen in die blaue Leere.
Rezitation:
Die weibliche Stimme – Friederike
Siehe:
Jean Siméon Chardin, Die Rübenputzerin:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Jean-Baptiste_Sim%C3%A9on_Chardin_017.jpg
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