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Flocken in der Dämmerung

08.03.2018

Wind spielt
im Laube
Schattenspiele.
Das Herz
wird still.

*

Flamme singt
Asche
ins winterkalte
Blau.

*

Müde Hand
schmiegt sich
an die Schwester
in den Schlaf.

*

Schwarzes Grollen,
schon fern,
Farnes Strähnen
glitzern.

*

Blitzen,
Klirren,
Sommer
wirft
das Fenster zu.

*

Teddybär,
ein Auge fehlt,
Stiefmütterchen,
verblaßt,
auf einem Kindergrab.

*

Kanne,
zerbeultes Blech
im Rasen,
zerschlissener Mund,
gierig
nach Seufzern.

*

Dürrer Zweig,
Greisin
auf der Bahre,
Blatt des Munds
blassend
ohne Tau.

*

Prasseln,
Klatschen
auf dem Blech
des Markts,
das Edle
ohne Hand
und Mund.

*

Blick,
verweint,
aus schmalem Fenster,
Flocken
in der Dämmerung.

*

Buch und blauer Krug
mit Hyazinthen
auf dem Tisch,
Seele,
die durch Zeilen irrend
auf die Schwester trifft.

 

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