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Flüchte, Dichter

03.05.2024

Flüchte, Dichter, ostwärts zu Mongolen,
wo du fliegen lernst von Traum-Schamanen,
Psalmen klatschen im Geflirr der Fahnen,
dort, wo Flammen singen, Herzen tauen.
Flüchte, Dichter, ostwärts zu Mongolen.

Bei den Herden und den braunen Frauen
magst du unter weißen Wolken zelten,
wandern mit dem Mond zum Tor der Welten.
Schluchzen darf dein Lied, wie Schnee zerronnen,
bei den Herden und den braunen Frauen.

Dort, wo Knospen scheinen Purpursonnen,
in der Stille meeresgrüner Matten,
liegt dein Herz entrückt im Wolkenschatten,
und dein Vers erglüht wie Gladiolen,
dort, wo Knospen scheinen Purpursonnen.

Flüchte, Dichter, ostwärts zu Mongolen.

 

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