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Nordwärts

18.03.2018

Nach einem Bild von Klaus Fußmann

Es glänzt ein schmaler leerer Pfad,
herben Abends Erde leuchtet wild,
Raps flammt ohne Docht des Mohns,
vager Waldung Atem wölkt.

Heimat ist ein dunkler Schmerz,
hier schenkt dir klare Tropfen Zeit,
was aus fahlen Wolken rinnt,
Nordens Himmelslicht so grau.

Der Sommertag liegt unter Laken
gelben Schaums zerflossner Sonnen,
hingekrümmt der alten Nacht,
erflehend Schatten mütterlich.

In der kleinen Kapelle des Feldes
ist es still, Mund der Klage,
Mund des Jubels sind verstummt,
Glut der Glocke wurde Rauch.

Der Bäume dunkelgrüner Sinn
schweigt sich deinem Schweigen zu,
schwach seufzt ein Wasser, blauer
Fleck am Saume deines Traums.

 

Siehe:
https://www.google.de/search?q=%22klaus+fu%C3%9Fmann%22&client=firefox-b&dcr=0&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj1hZOh4_XZAhUL-qQKHZagB8MQ_AUICigB&biw=1260&bih=670&dpr=1.33#imgrc=sQ80HbMP3eTq-M:

 

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