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Rauscht grauen Salzes noch die Flut

25.04.2020

Rauscht grauen Salzes noch die Flut,
geborsten Planken sehn wir nah,
doch nicht am Strand in Lächelns Hut
den Heros, nicht Nausikaa.

Die stolze Schar, ihr Banner rief
nach Hellas zum umschilften Rhein,
wie hängt des Liedes Lippe schief,
wie tropft auf Sand der Weisung Wein.

Und der mit dir am Ufer stand,
im Abend schmolz ein Angelus,
hob mit dem Kranze, den er wand,
den Tau des Abschieds auf den Fluß.

Wenn uns das Gold der Sage blaßt,
sind wir ein Kind im Traum allein,
und müssen, wenn ein Tier uns faßt,
um aufzuwachen kläglich schrein.

 

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