O Duft der Frühe
Die Haare grau, so kühl die Hand,
das Herz zerwühlter Wurzelstock.
O Duft der Frühe, zarte Schneise,
o Kuckucksrufe, leise, leise.
Die Transparenz der Leere Wand,
das Licht gefrorner blauer Block.
O Tau der Blume, Gartenschwelle,
o Blitz im Bach, forellenschnelle.
Die Lippen wund, die Schläfe dumpf.
Tanz auf dem dünnen Haar der Traum.
O Licht der Birke, grüne Welle,
o Kuß der Kirsche auf der Stelle.
Die müden Blicke weilen stumpf.
Die letzten Worte weißer Schaum.
O Duft der Frühe, zarte Schneise,
o Kuckucksrufe, leise, leise.