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O Duft der Frühe

06.11.2016

Die Haare grau, so kühl die Hand,
das Herz zerwühlter Wurzelstock.

O Duft der Frühe, zarte Schneise,
o Kuckucksrufe, leise, leise.

Die Transparenz der Leere Wand,
das Licht gefrorner blauer Block.

O Tau der Blume, Gartenschwelle,
o Blitz im Bach, forellenschnelle.

Die Lippen wund, die Schläfe dumpf.
Tanz auf dem dünnen Haar der Traum.

O Licht der Birke, grüne Welle,
o Kuß der Kirsche auf der Stelle.

Die müden Blicke weilen stumpf.
Die letzten Worte weißer Schaum.

O Duft der Frühe, zarte Schneise,
o Kuckucksrufe, leise, leise.

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