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Übergänge XVII

02.08.2017

Laß mich denn entschlafen, milder Christ,
mottenleicht im Lampenschein,
weck mich auf, wo du grad müßig bist,
wenn es geht, beim Vater Rhein.

Weck mich nicht mit lauten Engelchören,
wüßte nicht, wie mir geschieht.
Schön wär es, halb schlummernd noch zu hören,
sängest du ein Hirtenlied.

Wir wollen dann den Leinpfad lang spazieren,
deine Sonne sehen in der Flut
Well um Welle veilchenblau verzieren,
gut steht dir dein Hirtenhut!

Wir haben uns nicht gar so viel zu sagen,
alles sagt dein klarer Blick.
Nichts mehr gibt’s mit Worten zu erjagen,
still gehn wir im stillsten Glück.

Ich kenn hier einen grünen Ort im Tal,
wo man uns guten Wein kredenzt.
Dort ist es wie bei jenem Abendmahl,
daß deine sanfte Lippe glänzt.

Du hast den Hut auf einen Stuhl geführt,
daß du in weiße Wolke tauchst.
Wie bin vom Segensodem ich gerührt,
den du ins Lebenswasser hauchst.

 

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