Wo die Pfade münden
Alkäische Strophe
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Wo unsre Pfade münden, da wacht ein Stein,
und was wir sagen, fällt uns wie Spreu vom Mund,
wie Blüten, hingestreut am Wegrand,
keinen der Engel erbarmt ihr Blassen.
Woraus wir zehren, Kindheit verstummt und blickt
uns traurig an mit bettelnden Augen, doch
wir finden ihr nicht Liedes Honig,
keinen Geschmack in den leeren Töpfen
von Himbeermarmelade, von Zwetschgenmus,
und den wir liebten, Flieders entrückter Duft,
erstickten asphaltierte Höfe.
Stumm sind die Glocken des weißen Sonntags.
Verwaist im Hauch des eigenen Worts erstirbt
dem Leib voraus die keine Geschwister fand,
die Seele, vor Durst nach Augen, Tränen,
Augen, die einmal sie spiegeln, lächelnd.
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