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Der Fäulnis Zwitterboten

04.07.2026

In Erinnerung an Günter Eich

Das Herz ergraut, im Niemandsland geboren,
trieft bald der Mund von fadem Phrasenschleim.
Es ging der Ahnen lichtgezeugter Keim
als schwarze Blume auf, Gespött der Horen.

Was Wohlgeruch verströmen sollte, süßen,
daß Träume sich die edle Seele trinkt,
entartete, ein blühend Aas, das stinkt
nach kruder Verse ungewaschenen Füßen.

Um Anusrosen schwirrt Zeitgeist-Gelichter,
ekstatisch leckt es, die Todpollen koten,
und was es schlürft, sein Nektar ist Urin.

O schweigt vom Land der Denker und der Dichter.
Uns künden dreist der Fäulnis Zwitterboten,
sie glänze wie ein Vers von Hölderlin.

 

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