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Vincenzo Cardarelli, Ballata

09.12.2015

Ecco la casa ov’io vidi la luce
e la chiesa lì accanto,
dove fui battezzato.
Consolanti evidenze!
Qui antiche donne vivono,
mai sazie di ricordare.
E narrano una storia
ch’io so a memoria e non vorrei sapere.
Narrano la mia storia famigliare.
Dicono che una notte,
col cuore fasciato
di crudeltà e d’ira fredda,
un uomo fece guasto
senza pietà nei suoi affetti più sacri,
disperse una famiglia appena in fiore.
E la casa natale era al mattino
tranquilla e disertata
come se visitata
l’avessero le streghe.
Il tempo come un ciclone
spazzò da questi luoghi
le care immagini.
Di ciò che fu non rimane
che un tacito agitarsi
di memorie e di ombre.
Ma quelle voci ch’io dico
sono implacabili e vive.
Lamentose quale un funebre canto,
alla pietà l’invettiva alternando,
mi rammentano come, ancora in fasce,
m’abbia poco la sorte vezzeggiato.

 

Ballade

Da ist das Haus, in dem ich das Licht der Welt erblickt habe,
und gleich daneben die Kirche,
in der ich getauft worden bin.
Tröstliche Bilder des Daseins!
Jetzt wohnen hier alte Frauen,
die käuen die Erinnerungen wieder.
Sie erzählen eine Geschichte,
um die ich wohl weiß, aber nicht wissen will.
Sie erzählen die Geschichte meiner Familie.
Sie sagen, eines Nachts habe
ein Mann, das Herz umschnürt
von Grausamkeit und kalter Wut,
ohne Pietät vor seinen heiligsten Gefühlen,
Verderben angerichtet und
eine kaum erblühte Familie zerstört.
Und das Vaterhaus lag des Morgens
still da und verlassen,
als hätten es Hexen
heimgesucht. Der Wirbelwind Zeit
hat die lieben Laren weggefegt
von dieser Stätte.
Seither blieb nichts übrig
als ein Wehen
von Erinnerungen und Schatten.
Doch die Stimmen, die ich rufe,
sind unversöhnlich und lebendig.
Klagend wie ein Totenlied,
tauschen sie Segnungen mit Flüchen,
sie gemahnen mich daran, wie wenig hold mir
von der Wiege an das Schicksal war.

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